Konrad Rufus Müller


Konrad Rufus Müller

 

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>>> Licht und Schatten erschien im Kehrer-Verlag


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Konrad Rufus Müller hat  von Konrad Adenauer bis Angela Merkel alle Kanzler der Deutschen Republik abgebildet. Doch sein Oeuvre ist weitaus spektrumsreicher, als den Meisten bekannt ist. Er fotografiert Landschaften und Objekte, genau so wie auch seine Portraits, als seien sie von Licht und Schatten modellierte Skulpturen. Ihm gelingen durch seine eigenwillige Ausdrucksart und Führung der Kamera außergewöhnliche und private Zugänge, die er dann mit der Öffentlichkeit teilt.

Seine Fotografien sind ausschließlich in schwarzweiß und ohne zusätzliche Beleuchtung.  Er entwickelt seine analogen Aufnahmen selbst in der eigenen Dunkelkammer, die er süffisant als seinen Kreissaal betitelt. Dies verweist auf die von ihm abverlangte Kraft der künstlerischen Entstehung jedes einzelnen Werkes. Der Prozess von der Idee bis zum Bildabzug ist ein von ihm schonungslos strikt kuratierter Vorgang, der keine Kompromisse kennt.


Ausstellungen

Seine erste Ausstellung mit Porträts der deutschen Bundeskanzler hatte Konrad Rufus Müller 1972 in Bonn.

Es folgten Einzelausstellungen im In- und Ausland. Eine erste Retrospektive gab es im Jahre 2000 im Deutschen Historischen Museum, Berlin.
Im Jahr 2010 widmete das LVR Landesmuseum Bonn Konrad Rufus Müller eine umfassende Retrospektive unter dem Titel “Lichtgestalten – Fotografien von 1960 – 2010″



Biografie

Konrad Rufus Müller

wird am 22. März 1940 in Berlin-Wilmersdorf geboren.

Seine Kindheit ist geprägt durch Kriegs- und Nachkriegserlebnisse wie die Berlin-Blockade 1947/48 und durch jesuitische Lebensphilosophie.

Anfang 1960 findet Müller im elterlichen Schlafzimmer eine Mittelformatkamera aus dem Jahr 1935.

Damit macht er Ostern desselben Jahres bei einer Audienz in St. Peter in Rom sein erstes fotografisches Porträt: Papst Johannes XXIII.

1962 besteht Konrad Rufus Müller die Aufnahmeprüfung an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin und studiert dort freie Malerei bei Professor Hans Jaenisch.

Im September 1965 reist er per Autostop von Berlin nach Bonn, wo er Konrad Adenauer zum ersten Mal photographiert. In den folgenden 18 Monaten bis zum Tode Adenauers begegnet er ihm noch einige Male. Müller fotografierte dann alle Kanzler der Republik.

Seine Kanzler-Galerie hängt im Deutschen Historischen Museum zu Berlin, im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn, im Bundeskanzleramt und im   Außenministerium.

Der erste Bildband mit Fotos von Konrad Rufus Müller erscheint 1978. Das Thema ist Willy Brandt.

Dann folgt 1986 ein Buch über Adenauer mit einem Text von Golo Mann.

Inzwischen wurden 19 Bildbände mit Müllers Arbeiten veröffentlicht, u.a. über Anwar El Sadat, Francois Mitterrand, Bruno Kreisky, Sergiu Celibidache, Die Leute von Lech, Wladimir Putin und die Kanzler der Bundesrepublik.

Konrad Rufus Müller will mit seinen Porträts die Gesichter der Menschen für sich neu entdecken. Seine Bilder sind für ihn “eine Sammlung sehr subjektiv gesehener Porträts, die kein Art Director zurechtgestutzt und keine medienbewusste Agentur für die heutige Zeit aufbereitet haben”. Seine Fotos erscheinen u.a. im SZ-Magazin, ZEIT-Magazin, STERN, Profil, L’Express, Time Magazine.